Vom Fluch zur Chance

* VOM FLUCH ZUR CHANCE *

RÜCKBLICK…
Ich bin 53 Jahre alt.
Bis vor ca.3 Jahren habe ich die Welt häufig nicht verstanden
und die Welt mich ebensowenig.
Natürlich habe ich von Kindesbeinen an gelernt mich
so unauffällig wie möglich zu verhalten und mich so gut es mir gelang anzupassen.
Schon als kleines Kind bemerkte ich, dass meine Art zu fühlen und
Dinge zu betrachten oder auch vieles bis ins kleinste Detail zu hinterfragen,
nicht gut ankam.
Ich merkte auch, dass ich früher müde war als die anderen z.B. nach einem Besuch auf dem Rummelplatz.

Meine UNBEWUSSTE STRATEGIE war es dann,
die Person darzustellen, von der ich meinte, dass die anderen sie genauso haben wollten.
Damit bin ich auf dieser Welt gut an- und gut durch mein Leben gekommen,
das glaubte ich zumindestens lange Zeit selbst.
Ich war die ausgleichende, die immer starke, die ruhige, die vermittelnde, die stets Ja sagende,
die stille, die helfende, die beliebte Person, die bei „Allen“
gut ankam.
Nun sollte man doch denken…prima, was für ein liebenswerter Mensch… 💚

Doch der Preis war hoch!
Um zu gefallen habe ich mein wahres Ich, meine wahren Bedürfnisse und das richtige Einschätzen meiner Kräfte verloren.
Habe mich selbst schlecht gemacht und schlecht gefühlt, wenn mein wahres Ich, sich mit allen Auswirkungen zeigte.
Zum Beispiel konnte ich so manche alltägliche Dinge durch meine erhöhte Reizuberflutung nur unter Anstrengung durchstehen.
Um nicht „anders“ zu sein,
habe ich dann oft bei vielen Situationen bis zum Schluss durchgehalten, natürlich mit einem
Lächeln auf dem Gesicht.
Das ich am nächsten Tag mit Kopfschmerzen im Bett lag konnte dann keiner verstehen.
Die Feier, das Kino oder der Ausflug ins Möbelgeschäft mit all seine „schönen/grellen Lichtern“ war doch „so schön“ wie die anderen meinten.

Irgendwann konnte ich dann solche Unternehmungen, Gespräche oder „normale Situationen“ nicht mehr kompensieren.
Irgendwann nahmen die Schmerzen in einem Maße zu, dass ich an beinahe nichts mehr teilnehmen konnte.

Was war nur los….fragten die anderen, was war nur los, fragte auch ich.

Erst nach einem totalen körperlichen Zusammenbruch und psychischen Auswirkungen
begann ich alles zu hinterfragen.
Ich bin dann auf die HOCHSENSIBILITÄT aufmerksam gemacht worden.
Habe einen ersten Test mit sehr sehr hoher Punktzahl durchgeführt und Tränen der Erleichterung geweint.

Ich weinte vor Glück, endlich etwas gefunden zu haben, was mir so sehr entsprach.
Plötzlich war ich nicht mehr die „vom anderen Stern“ sondern eine, unter den andern Hochsensiblen.

Damit wandelte sich mein Leben vom Fluch zur Chance!

* Es gibt noch viel zu bearbeiten, zu verdauen, zu verstehen, zu denken, zu fühlen….
aber ich freue mich darauf.
Ich bin neu geboren.
Ich habe eine Chance auf „MEIN LEBEN“ *

Worte:© Loubins Way

 

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