Baustellen

 

MEINE BAUSTELLEN.⚠🚧⚠
WIE GEHE ICH IM KONKRETEN FALL DAMIT UM?

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NatĂŒrlich ist es ein wunderbarer und sehr wichtiger
Schritt, wenn man sich ersteinmal als hochsensiblen Menschen
erkannt hat.
Ein Aha Erlebnis folgt dem anderen und glĂŒckliche GefĂŒhle
stellen sich ein. Man lernt sich selber besser kennen und verstehen.

DOCH WAS DANN???????
Die neuen Erkenntnisse werfen so unendlich viele Fragen auf.
Empfindungen, die mir bewusst werden,
werden plötzlich ersteinmal zur
HERAUSFORDERUNG.
Somit stehe ich hÀufig vor der Frage:
„WAS KANN ICH KONKRET FÜR MICH TUN?

Ein Beispiel: ⚠🚧⚠
Ich habe endlich erkannt, dass ich Stimmungen anderer
oder auch unangenehme Situationen in denen andere sich befinden,
als meine Eigenen wahrnehme und mich selber
davon schlecht abgrenzen kann.

In meinem Fall geht das sogar soweit, dass ich mich schlecht beruhigen kann wenn ich z.B. einen Tiertransporter auf dem Weg zum Schlachthaus sehe.
Mein Wissen, selber kein Fleisch zu essen, hilft mir in diesen Momenten nicht dabei, den tiefen Schmerz
des MitfĂŒhlens zu mindern.
Im Auto mit weiteren Mitfahrern ist mir so etwas sehr peinlich,
weil ich weine oder mich an den laufenden GesprÀchen nicht mehr beteiligen kann.

Selbst Fotos in der Zeitung z.B. von gescheiterten Politikern oder Menschen in Not
machen mich derart betroffen, das ich deren Leid oder deren Scham fĂŒhle.

Betrete ich einen Raum, fĂŒhle ich sofort die Stimmungen einzelner.
Das ĂŒberfordert mich hĂ€ufig, da diese mich berĂŒhren und in ihrer VielfĂ€ltigkeit anstrengen.
Auf einer fröhlichen Feier beispielsweise gelingt es mir dann nur unter Anstrengung,
bei mir zu bleiben.

Fazit:

ZusÀtzlich zu meinen eigenen sowieso schon erhöhten Sinneswahrnehmungen
prasseln damit auch noch potentielle Stimmungen anderer auf mich ein.

Diese Überflutung von eigenen und fremden Stimmungen und GefĂŒhlen
in mir kann mich schnell ĂŒberfordern und im schlimmsten Fall
traurig, erschöpft oder krank machen.

Dann hilft es mir auch erstmal nicht zu wissen,
dass diese Prozesse bei Hoch-sensiblen
normal sind,
denn ich leide ja darunter.

Dies ist nur ein Beispiel einer einzigen Baustelle. ⚠🚧⚠
Wenn ich bedenke, dass viele meiner neu gewonnenen Erkenntnisse, viele meiner
Attribute in Bezug auf meine HochsensibilitÀt mich
tÀglich herausfordern,
wundert es mich nicht mehr, dass ich hÀufig
mĂŒde, ausgelaugt, agressiv, oder ratlos bin.

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An diesem Punkt ist es wichtig erste KONKRETE LÖSUNGSANSÄTZE zu suchen.
Hilfreich kann sein,
das ich ersteinmal herausfiltere, was genau mir fehlt.
In meinem Beispiel ist es ganz klar,
ich kann mich nicht wirklich abgrenzen, bzw. habe keinen Schutzmantel um mich herum, der zu starke oder fremde Reize von mir abhÀlt.

Habe ich erkannt, was genau mich herausfordert, kann ich mich unter anderem austauschen
mit anderen Betroffenen oder in der Literatur
nach LösungsansÀtzen suchen.

Meiner Meinung nach, ist dabei ganz wichtig,
dass ich mir LösungsansÀtze anderer zwar anschaue aber dabei
NICHT DEN BEZUG ZU
ZU MIR SELBST VERLIERE.
Denn jeder von uns ist unterschiedlich.

Das GespĂŒr zu entwickeln eigene LösungsansĂ€tze aus dem Angebot vieler VorschlĂ€ge zu entwickeln ist von großer Bedeutung!
Finde ich MEINE Wege, sind diese meistens von Erfolg gekrönt,
wÀhrend angenommene Wege manchmal nicht in die eigene Tiefe gehen
und von daher nicht immer hilfreich sind.

Ich kann nur jedem empfehlen sich inspirieren zu lassen,
doch stets die EIGENVERANTWORTUNG im Blick zu behalten.
Mit unserem sprichwörtlichem FeingefĂŒhl erspĂŒren wir von alleine,
was wichtig fĂŒr uns richtig ist.

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Worte:© Loubins Way

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