Hochsensible Männer

EIN GESPRÄCH ÜBER HOCHSENSIBILITÄT BEI MÄNNERN

Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einem hochsensiblen Mann.
Dieser erzählte, dass es aus seiner Sicht, besonders schwer für MÄNNER ist,
zu ihrer Hochsensibilität zu stehen.
Im beruflichen sowie im privaten oder sportlichem
Bereich liegt seiner Meinung nach häufig noch die Meinung vor,
dass Männer
STARK SEIN und sich behaupten MÜSSEN.
Er verleugnet aus diesem Grund häufig jene Gefühle, die den anderen als unmännlich erscheinen könnten
und ist darüber sehr UNGLÜCKLICH.
Das Klischee in unserer Gesellschaft „Stark sein zu müssen“
vor allem als Mann,
bringt ihn um seine AUTHENTIZITÄT.
Seine Lösung für sich selber ist bisher, das Verleugnen der sensiblen Anteile.
Wie schade für ihn.
Wie schade für viele andere!

🔆 HOCHSENSIBILITÄT BEI MÄNNERN 🔆

Aus dem oben beschriebenen Beispiel
ergibt sich die Frage:
„Wie kann man (Mann) authentisch sein,
ohne dabei als unmännlich zu gelten bzw. sich selbst
als unmännlich zu empfinden?“

In manchen Berufsgruppen gelingt es eventuell etwas leichter als in anderen,
mit seinen HOCHSENSIBLEN ANTEILEN umzugehen.
So können diese sensiblen Anteile in sozialen- und pädagogischen Berufen durchaus als
förderlich empfunden werden, denn
dort ist z.B. Empathie sehr gefragt.
Auch im künstlerischen Bereich lassen sich innere Impulse leichter frei- und umsetzen.

In Berufsgruppen wie z.B. bei Managern, im kaufmännischen Bereich oder unter anderem auf dem Bau
ist es teilweise noch etwas schwieriger.
Dort wird oft noch „Stärke“ im herkömmlichen Sinne gefordert.
Denn Ellenbogen auszufahren gilt noch immer als „stark“,
Kommunikationsbereitschaft und Empathie werden eher als „zu weich“ interpretiert.
Besonders in diesen Bereichen ist es dann für manchen (hochsensiblen) Mann
schwierig, zu sich selbst zu stehen.
So mancher beginnt damit, an sich selbst zu zweifeln und sich gegebenfalls
eher zu verbiegen bzw. zu verleugnen anstatt sich
anzunehmen und zu sich zu stehen.

Ähnlich wie im Beruf, verhält es sich in Beziehungen, der Familie, dem Sport.
Auch dort ist das klassische Bild des typischen Mannes
häufig immer noch erwünscht.
Es wird zwar nicht mehr so deutlich ausgesprochen
doch in vielen Köpfen ist es noch vorhanden.

Einen Weg für sich zu finden,
authentisch zu sein ohne sich dabei „falsch und belächelt“ zu fühlen,
kann für den ein oder anderen noch eine große Herausforderung darstellen.
Ich wünsche all denjeige, die noch vor dieser Herausforderung stehen, den Mut
sich selber besser kennenzulernen und anzunehmen, denn….

Indem ich mich mit meinen Schwächen und Stärken auseinandersetzte
und diese für MICH SELBST ANNEHME,
ist ein erster Schritt getan.
Indem ich Achtung und Liebe für mich selber empfinde,
transportiere ich diese auch auf eine authentische, starke Weise nach Außen.
SELBSTANNAHME, SELBSTLIEBE und SELBSTACHTUNG sind wichtige Kriterien für Authentizität.
Im Allgemeinen aber im Besonderen für
hochsensible Männer. 💚

Worte:© Loubins Way

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.