HOCHSENSIBLE MENSCHEN UND ANGSTSTÖRUNGEN.
Ängste, Schwindel, Panik

Eine PANIKREAKTION überwältigt einen Menschen
und lässt ihn spüren,
dass der Körper an den Rand der Verfassung gerät.
Das erzeugt enormen Stress und wirkt oft sogar lebensbedrohlich.

HOCHSENSIBLE MENSCHEN LEIDEN HÄUFIG VERMEHRT UNTER ÄNGSTEN.
Dafür gibt es vielfältige Gründe.
So nehmen viele hochsensible Menschen sehr viele kleine und größere äußere Reize wahr,
die anderen oft völlig verborgen bleiben.
Auch nehmen sie die Reize des eigenen Körpers bewusster wahr.
Schmerzen werden ebenso schneller gespürt, sodass hochsensible Menschen häufig als krankheitsanfälliger als andere gelten.
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Die Sinnesorgane reagieren ebenfalls veschärft auf äußere Reize.
Grelle Lichter, laute Geräusche, hastige Bewegungen uvm. stuft das GEHIRN als GEFAHR ein.
Diese äußeren und inneren Reize lassen hochsensible Menschen oft sehr stark darauf reagieren.
Durch die Überstimulation sowie den erhöhten Schmerzpegel ist der
STRESSPEGEL ständig erhöht.
ANGST und Symptome wie
SCHWINDEL, ATEMNOT, ERSTICKUNGSGEFÜHLE, HERZSTICHE, ÜBELKEIT, TODESANGST können dadurch entstehen.
Auch nehmen hochsensible Menschen eigene und fremde Empfindungen meist stärker wahr als ihre Mitmenschen,
was eine Panik oder einen Schwindel usw. zusätzlich noch steigern kann.
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Und dennoch:
Bei HOCHSENSIBLEN Menschen ist die ANGST und PANIKREAKTION eine beinahe (und das klingt gewagt)
NOTWENDIGE REAKTION des KÖRPERS.
Laut Elaine.N.Aron
ist der Körper, durch eine gründliche Verarbeitung von Unmengen an Input, schnell und stark überstimmuliert.
Versteht man den Zusammenhang zwischen zu starker Stimmulation und Übereregung
als Auslöser für Angstattacken
und erkennt einen Nutzen darin (das Gehirn resetet sich),
ist es vielen hochsensiblen Menschen möglich,
sehr viel weniger besorgt durch eine nächste Attacke zu gehen.
Durch das Verständnis für die eigenen Körperreaktionen ist also schon mal ein erster Schritt getan.
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Auch sind Ängste nicht einfach nur …lästige Angstmacher! 😉
Dass zu verinnerlichen hilft beim weiteren Schritt zum Verständnis.

Kleines Angstlexikon:

ANGST HAT EINEN SINN!
Angst ist ursprünglich dafür vorgesehen unser Leben zu retten.
Angst war Wegweiser für Flucht oder Angriff, also ein Ratgeber,
der Leben retten konnte.
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WELCHE REAKTIONEN LÖST ANGST AUF UNSEREN KÖRPER! AUS?
Der Körper kann mit deutlich gesteigerte Aufmerksamkeit, erhöhter Herzfrequenz,
erhöhter Muskelfrequenz, ansteigendem Blutdruck, einer erhöhten Reaktionsgeschwindigkeit und vielen weiteren Symptomen auf Angst reagieren.
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ÄNGSTE FRÜHER UND HEUTE.
Stand man in der Steinzeit einem Säbelzahntiger gegenüber, wurde der Körper durch den
SYMPATHIKUS in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit und Fluchtbereitschaft versetzt.
Der Sympathikus des Körpers arbeitete dann in höchster Aktivität…
Der Sympathikus ist kein Organ sondern vielmehr im ganzen Körper verteilt.
Der Körper und die Psyche werden durch den Sympathikus in Alarmbereitschaft versetzt.
Hat der Steinzeitjäger die Situation richtig eingeschätzt und ist geflohen, so stand er unter einer hohen Anspannung, die durch eine schnelle und meist anstrengende Flucht das Leben rettete und danach in einen Erschöpfungszustand überging.
Auf die Angst folgte also VOR DEM RUHEZUSTAND eine KÖRPERLICHE ANFORDERUNG an den Körper!
Danach gelangt der Mensch durch den Parasympatikus in einen Ruhezustand der dafür sorgt, dass Herzfrequenz und Blutdruck wieder sinken.
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Haben wir in der heutigen Zeit Ängste,
so haben diese fast immer völlig andere Auslöser als die in der Steinzeit.
Nehmen wir zum Beispiel ein anstehendes ernstes Gespräch mit dem Chef an, der uns in sein Büro bittet.
Diese Angst löst sich nicht auf, da wir nicht wegrennen und uns verausgaben können, bevor der Parasympathikus dafür sorgt, dass wir in einen Ruhezustand gelangen.
Dort müssen wir in der Situation bleiben und diese aushalten.
Oder weitere Ängste die unsere Zukunft, unsere Partnerschaft uvm. betreffen.
Auch vor diesen können wir nicht weglaufen!
Das verursacht enormen STRESS, der nicht oder nur sehr LANGSAM ABGEBAUT werden kann!
Aufgrund der Globalisierung und der immer hektischer werdenden Welt sind Ängste heute weiter verbreitet als in der Vergangenheit.
War die Angst früher entscheidend um zu überleben,
setzt sie sich heute in vielen anderen Bereichen durch.
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Durch den entstandenen stark vermehrten Stress,
der sich IN VIELEN SITUATIONEN NICHT DURCH KÖRPERLICHE ANSTRENGUNG im Kampf oder durch Flucht ABBAUEN LÄSST,
kann der Körper häufig an seine Grenzen gelangen.
Denn ein ERHÖHTER STRESSPEGEL kann ja, wie oben im Text schon erwähnt, zu ÄNGSTEN führen.
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Bei ANGST- UND PANIKATTACKEN
fehlt im Vergleich zu der Angst in der Steinzeit,
die Verknüpfung von
ANGSTAUSLÖSENDEM REIZ,
FLUCHT oder KAMPF und dem darauf folgenden
RUHEZUSTAND sowie einer damit verbundenen Stresslinderung,
für die der Parasympatikus sorgt.
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Ohne diese Verknüpfung verliert sich der Kreislauf.
Die helfende rettende Angst wird als Feind empfunden, da der rettende Impuls nicht gesehen wird.
Darum ist es wichtig zu wissen…
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ANGST IST EIGENTLICH EIN GUTER FREUND,
MIT DEM IN DER HEUTIGEN ZEIT ANDERS UMGEGANGEN WIRD ALS NOCH VOR LANGER ZEIT.
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Der Kreislauf Angst, Reaktion, Belohnung ist gestört.
Entweder fehlt eine Belohnung in Form eines selbst erarbeiteten Ruhezustandes und Stress-Abbaus
oder es fehlt ein real anmutender sichtbarer Auslöser.
Ein übereiztes Gehirn ist eben kein Säbelzahntiger. 😉
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Fazit:
Im Gleichgewicht gestört, wird ANGST
also häufig als etwas BÖSES empfunden.
Indem wir uns jedoch daran erinnern,
das Angst wie eine Botschaft eines
HELFENDEN, RETTENDEN FREUNDES ist
und indem wir wissen und wahrnehmen,
dass hochsensible Menschen einen ständig erhöhten
Stresspegel durch permanente Reizüberflutung haben, der zusätzlich Angst auslösen kann,
ist es uns möglich, sämtliche Symptome besser zu verstehen!
Es ist uns möglich, das Gute dahinter zu entdecken.
Gehen wir mit der nächsten Angstattacke auf eine Entdeckungsreise!
Verwandeln wir Angst durch Verständnis in Vertrauen
und sehen das vermeintlich Böse als etwas Gutes an!
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Schluss:
Für diejenigen die wie ich,
ebenfalls schon
schlimmste Angst, Panik und Schwindelattacken erlebt haben,
möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass mir bewusst ist,
dass sich ein Wandel von der Angst hin zum Vertrauen,
natürlich nicht von heute auf morgen so einfach umsetzten lässt.
Der Satz… GEHEN WIR BEI DER NÄCHSTEN ATTACKE AUF EINE ENTDECKUNGSREISE!…
soll die Schwere der Attacken nicht runterspielen,
sondern Mut machen
und etwas Erleichterung, etwas Leichtigkeit in den möglichen Wandel bringen.
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Ich persönlich habe seit diesen Erkenntnissen eine wesentliche Verbesserung meiner Symptomatik erfahren.
DAS VERTRAUEN IN MEINEN KÖRPER IST ZURÜCKGEKEHT.
DIE ANGST NEHME ICH WIE EINE ART LÜGENDETEKTOR AN UND WAHR,
DER MEINEN SELBSTBETRUG IN BESTIMMTEN LEBENSSITUATIONEN ENTLARFT,
MICH ALSO VOR MEINEN EIGENEN FEHLENTSCHEIDUNGEN ALS FREUND UND RATGEBER BESCHÜTZT.
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Verständnis führte mich zum Vertrauen,
Durch Vertrauen erlebe ich nur noch sehr wenige Angst-Schwindel und Paniksituationen.
Wenn sie kommen nutze ich sie für mich um meine Lebensentscheidungen zu überprüfen.
Dankbarkeit den Ängsten gegenüber entsteht.
Diesen Wandel wünsche ich allen betroffenen Lesern ebenso aus vollem Herzen.

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WORTE:© Loubins Way