😴💤🤔
WARUM SCHAFFE ICH NICHT WAS ANDERE SCHAFFEN
UND WENN DOCH…
WARUM BIN ICH DANN MEIST SCHNELLER ERSCHÖPFT ALS SIE???

VIELE HOCHSENSIBLE MENSCHEN MESSEN SICH AN ANDEREN UND FÜHLEN SICH DANN IM VERGLEICH SCHLECHT

Immer wieder (über)fordern sich Menschen die hochsensibel sind, weil sie sich an anderen Menschen messen, die nicht hochsensibel sind.
Sie vergessen dabei oft, dass für nicht hochsensible Menschen und hochsensible Menschen VÖLLIG UNTERSCHIEDLICHE BEDINGUNGEN gelten.

Man kann sich das in etwa wie bei einem COMPUTERSPIEL vorstellen.
🎮🖥️🧔🧓🖥️🎮
Nehmen wir einmal an…
zwei Menschen bekommen ein Computerspiel.
Beide sind der MEINUNG, dass BEIDE SPIELE den GLEICHEN INHALT haben.
Bei dem einen Spiel jedoch wird bei allen drei Leveln ein LEICHTER SPIELMODUS gewählt,
bei dem anderen bei alle 3 Leveln ein SCHWERER.

Spielt nun Person 1(nicht Hs) die ersten 3 Level im leichten Spielmodus… und hat evtl. nach kurzer Zeit den Dreh raus…
und sagt dann zu Person 2 (Hs)… schau mal ich bin schon bei Level 3…!
Fühlt sich Person 2 wahrscheinlich nicht gut, da sie noch mit Level 1 oder 2 zu tun hat.
Sie weiß ja nicht, dass der Spielmodus von Person 1 eine ganz anderer und in diesem Fall ein „leichterer“ ist.

Person 2 wird sich nun, da sie ja denkt beide Personen haben das gleiche Spiel mit einem gleichen Spielmodus, eher schlecht fühlen und mit großer Wahrscheinlichkeit noch mehr Energie und Kraft in die Ausführung der 3 Level stecken.
Denn aus ihrer Sicht ist sie ja, gemessen an Person 1 viel langsamer und schwächer.
Sie wird sich wahrscheinlich noch mehr anstrengen und dabei jedoch nur noch mehr Kraft benötigen und investieren.
Im Anschluss daran wird sie wahrscheinlich noch erschöpfter sein.

Person 2 weiß eben nicht, dass das Spiel von Person 1 gemächlicher voran geht… es sich in den 3 Leveln zwar steigert, aber dennoch stets im EINFACHEN SPIELMODUS bleibt.
Das Spiel von Person 2 selbst geht jedoch forsch voran, es steigert sich ebenso in den drei Leveln, ist aber zusätzlich stets im SCHWEREN SPIELMODUS.

Auf das Leben bezogen,
würde Person 1 beispielsweise morgens die Kinder in den Kindergarten bringen, dann arbeiten gehen, danach einkaufen und sich am Abend noch mit Person 2 verabreden wollen.
Person 1 hätte sicherlich einen anstrengenden Tag erlebt, in Bezug auf die Kinder, die Arbeit und den Einkauf, aber noch genug Kraft und Freude, um am Abend noch ein Treffen mit Person 2 zu planen.

Person 2, hätte neben dem… die Kinder in den Kindergarten bringen, an die Arbeit und einkaufen zu gehen, im Gegensatz zu Person 1 jedoch einen viel GRÖSSEREN INPUT im Laufe des Tages erlebt.

Denn REIZE von AUSSEN sind STÄNDIG und UNBERECHENBAR zugegen, kaum abwendbar und bis in die KLEINSTEN NUANCEN im Inneren des Menschen mit Hochsensibilität zu SPÜREN.
Das kann das Aufnehmen der Lautstärke im Kindergarten, der Drucker im Büro der ständig summt, die aufgefangenen Stimmungen der Kollegen im Büro… die vielleicht gerade schwierig sind..
das Paar an der Kasse beim Einkauf… welches gestritten hat,
die Kassiererin, die müde oder traurig wirkte und vieles mehr sein…

All solche Dinge nimmt der hochsensible Mensch extrem auf, im Gegensatz zu dem nicht hochsensibel Menschen und um diese vielen Eindrücke zu verarbeiten,
benötigt er viel Zeit zum Kompensieren, zum Erholen und zum Abschalten.
Da er aber glaubt, er spielt in der gleichen Liga wie ein nicht hochsensibler Mensch, ist die Erschöpfung, die er nach einem solchen Tag spürt im Vergleich mit dem der Anderen zwar viel größer…
aber aus seiner EIGENEN SICHT eher NICHT NACHVOLLZIEHBAR.

Ständig hat er dann vor Augen, den Gleichstand des „Computerspiellevels“ erreichen zu müssen,
den Person 1 ja aus seiner Sicht glänzend gemeistert hat…
ganz im Gegensatz zu ihm selbst…. 🤔

Person 2 hätte dann mit großer Wahrscheinlichkeit keine Kraft und Energie mehr, den Abend nach Feierabend mit Person 1 zu verbringen,
da er ja ziemlich reizüberflutet, ausgepowert und müde ist,
würde jedoch vielleicht dennoch, aus einem schlechten Gewissen heraus,
mitgehen und sich damit wiederum überfordern.

Stop!

Als hochsensibler Mensch ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass man SELBST,
bei dem Chaos der Reize, (die nicht hochsensible Menschen überhaupt nicht bis kaum wahrnehmen),
immer wieder RUHEPAUSEN benötigt, um diese Doppel- und MEHRFACHBELASTUNG AUSZUHALTEN
und man keineswegs schwach ist, im Vergleich zu Anderen.

Es ist eben einfach so wie es ist, hochsensible Menschen fühlen anders …
nehmen mit allen Sinnen viel mehr auf, jede Stimmungsschwankung, jedes noch so kleinste Detail…
Aus diesem Grund benötigen Sie auch mehr Ruhephasen, um diesen überhöhten Input kompensieren zu können.
Denn wenn sie auch die gleichen Level erreichen wie Person 1, haben sie ZUSÄTZLICH einen viel höheren Input erlebt…
Anstelle sich selber abzuwerten, sollten Sie wissen, dass es okay ist, sich erschöpfter zu fühlen… 🕊️

Es sind doch einfach nur zwei UNTERSCHIEDLICHE SPIELE.
Wenn man sich das GEGENSEITIG bewusst macht, ist ein MITEINANDER sehr viel einfacher zu händeln…

Vor allem besteht dann nicht mehr die Herausforderung, sich eins zu eins mit Anderen zu messen.
❤️🕊️🤔🙃😊🎈❤️

P.s. das leichtere Level in diesem Beispiel soll nicht bedeuten, das es nicht hochsensibel Menschen leichter im Leben haben, es soll nur aufzeigen, dass durch die vermehrten Sinneseindrücke bei einem ähnlichen Lebenslevel…
der hochsensible Mensch zusätzlich belastet ist.
Ich bitte aus diesem Grund, alle nicht hochsensiblen Menschen dieses Beispiel nicht überzubewerten.
Es sollte nur veranschaulichen, dass eine reizüberflutete Sinneswahrnehmung den Alltag zusätzlich erschweren kann.

© Loubins Way

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.