WIE OFT UND WIE LANGE SCHAFFST DU ES, DICH MIT MENSCHEN ZU TREFFEN, OHNE DASS DU DICH DANACH K.O. FÜHLST?
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Diese Frage wurde mir einmal von einer hochsensiblen Freundin gestellt und ich möchte diese hiermit in den allgemeinen Raum stellen.
In diesem Beitrag schreibe ich meine subjektiven Gedanken in Bezug auf die Frage…
und vielleicht erkennt sich ja der ein oder andere darin wieder oder antwortet darauf, wie es ihm persönlich in Bezug auf Kontakte geht…

K.O. NACH SOZIALEN KONTAKTEN

Ich fĂŒhle mich selbst oft ausgelaugt nach sozialen Kontakten
unabhÀngig davon, ob die Menschen mit denen ich mich umgebe,
interessant sind und ich mich Ihnen zugetan fĂŒhle
.
oder ob ich unter Menschen bin, unter denen das GefĂŒhl habe, dass etwas sehr sehr Angestrengtes im Raum schwebt.

Es ist doch irgendwie komisch,
dass ich mich auch ausgelaugt fĂŒhle, wenn ich mich wĂ€hrend des Treffens wohl gefĂŒhlt habe und nicht nur,
bei eher unangenehmen Kontakten.
Ich könnte ja noch verstehen, dass ich mich K.O. fĂŒhle nach den Kontakten mit Menschen, die beispielsweise egoistisch, laut oder permanent negativ usw. sind…
das ich mich jedoch beinahe ebenso ausgelaugt fĂŒhle nach Treffen mit Menschen, die ich schĂ€tze und liebe, mit denen ich gute GesprĂ€che fĂŒhre oder auch wunderbare Unternehmungen erlebe
. ist schon sehr viel weniger nachvollziehbar fĂŒr mich. đŸ€”

Wie also kann es sein, dass ich nach ungefÀhr 2 Stunden im Zusammensein mit Menschen (Zeiten können etwas variieren, je nach Interessenbereich und Person),
erschöpft und kaum noch in der Lage bin, weitere Aktionen oder Dinge im Anschluss an solche Treffen durchzuhalten, ohne dabei ĂŒber meine KrĂ€fte zu gehen?
Wieso empfinde ich so viele Aktionen und Kontakte als so erschöpfend, dass ich hĂ€ufig das GefĂŒhl habe, danach extrem viel Ruhe zu benötigen?

Mir ist das persönlich sehr unangenehm,
vor allem in Bezug auf die Menschen die ich sehr mag und mit denen ich mich gerne umgebe.
Mein GefĂŒhl von ErmĂŒdung liegt auch nicht daran, dass ich nicht gerne mal im Austausch und im Kontakt mit Menschen bin,
denn ich bin ein sehr interessierter Mensch und habe Freude an vielen Dingen.

Eine Vermutung lĂ€ge nahe, dass ich vielleicht schnell erschöpft bin, weil bestimmte Themen mich einfach nicht interessieren…
(ich bin kein Fan von Smalltalk und auch bei einigen bestimmten Themen, eher schnell ungeduldig und gelangweilt) 😉
Doch wenn das der Grund wÀre, warum bin ich dann auch erschöpft, wenn mich die Themen und Unternehmungen sehr interessiert haben?

Warum kann ich NĂ€he zu anderen ĂŒber lĂ€ngere Zeit, nur unter Anstrengung aushalten, auch wenn es eine schöne Zeit ist?
Ich kann es manchmal selber nicht verstehen, dieses starke Verlangen nach Ruhezeiten, nach Zeit fĂŒr mich selbst, nach Zeit zum Verarbeiten von EindrĂŒcken, von Worten von GefĂŒhlen

Vor allem auch, weil es den mich umgebenden Menschen scheinbar mĂŒhelos gelingt, ohne Ruhezeiten stundenlang und an vielen aufeinanderfolgenden Tagen, miteinander zu kommunizieren, etwas zu unternehmen uvm.

ZurĂŒck bleibt dann bei mir,
vor allem im Vergleich mit vielen anderen Menschen,
hĂ€ufig ein schales GefĂŒhl von…
irgendwie nicht belastbar genug zu sein.
Beinahe ebenso hĂ€ufig beginne ich dann, mich dafĂŒr zu kritisieren, dass ich einfach irgendwie anders zu ticken scheine.
Das wiederum nagt dann bei mir irgendwie am eigenen SELBSTWERTGEFÜHL.

Aber das kann es doch nicht sein? đŸ€”
Es darf doch nicht sein, dass letztendlich sogar mein Selbstwert und meine Selbstakzeptanz darunter leiden, weil ich nach ca. zwei Stunden Sozialkontakten erschöpft bin.
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Bis zu diesem Punkt des Beitrags habe ich mein damaliges subjektives Empfinden in Bezug auf die Frage geschildert.
Mittlerweile, denn diese Frage wurde mir schon vor lÀngerer Zeit gestellt,
weiß ich fĂŒr mich persönlich, dass ich als hochsensibler Mensch, von Reizen im Allgemeinen schnell ĂŒberflutet sein kann.
Denn bei sehr vielen hochsensiblen Menschen strömen viele viele unterschiedlichste Reize stÀndig und beinahe ungefiltert auf das Gehirn ein.

Das Wort REIZÜBERFLUTUNGSSTÖRUNG ist fast jedem hochsensiblen Menschen bekannt…
und dennoch hadert so Mancher im Alltag mit deren Auswirkungen,
oder bringt bestimmte Dinge wie z.B. „ein sich ausgelaugt fĂŒhlen bei sozialen Kontakten“
nicht gleich mit einer möglichen ReizĂŒberflutung in Zusammenhang.

Deshalb kann eine Erkenntnis oder eine Erinnerung daran fĂŒr alle diejenigen wichtig sein,
die stÀndig zu viele Reize im Gehirn aufnehmen, sich das jedoch nicht stÀndig bewusst machen.
Durch die Erinnerung daran, ist es vielleicht auch möglich, wieder damit aufzuhören,
sich selbst fĂŒr bestimmte Verhaltensweisen zu kritisieren oder in Frage zu stellen.

Anstelle sich in Frage zu stellen oder unter sozialen Kontakten zu leiden kann man lernen,
den eigenen Kraft-Haushalt richtig einzuschÀtzen.
Durch das Bewusstwerden bestimmter ZusammenhÀnge und eine daraus resultierende mögliche Selbstannahme der eigenen Verhaltensweisen,
kann ein möglicherweise angeknackstes SELBSTWERTGEFÜHL wieder in einen harmonischen Ausgleich gelangen.

Eine innerere ausgeglichene Waagschale
kann ein guter Startpunkt sein dafĂŒr…
gut fĂŒr sich selbst zu sorgen, sich Anderen gegenĂŒber authentisch zu Ă€ußern und
selbstbewusst zukĂŒnftige soziale Kontakte mit vollem Herzen genießen zu können.
(und zwar ohne ungutes GefĂŒhl und schlechtes Gewissen…genau so lange wie man es eben genießen kann)

© Loubins Way

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