HOCHSENSIBEL SEIN…
ein Beitrag ĂŒber Freude, Erkenntnisse und so manche Herausforderung

TEIL 1
Hochsensibel (mutig) sein… 😉

Sich als hochsensibler Mensch wahrzunehmen, neu zu entdecken und anzunehmen kann zur großen Freude,
aber auch zu neuen Erkenntnissen, sowie zu mancher Herausforderung fĂŒhren…

Das neugewonnene, oft mit viel Freude
entstehende GespĂŒr fĂŒr sich selbst,
kann etwas ganz Wunderbares sein.
Die Erkenntnis hochsensibel zu sein, kann zu einem besseren VerstĂ€ndnis fĂŒr sich selbst fĂŒhren,
sie kann beflĂŒgeln, große Freude auslösen, inspirieren uvm.
Die meisten empfinden es als sehr bereichernd,
sich selbst verstehen zu lernen, neu zu entdecken und wahrzunehmen.
Der Himmel hÀngt dann oft erst einmal voller Geigen.

Manche Geige am Himmel jedoch, spielt ungewohnte und schrÀge Töne.
Vernimmt man diese ungewohnten und schrÀgen Töne, ist der ein oder andere erst einmal erschrocken.
Das Rosarot des neu entdeckten Himmels vermischt sich dann mit dunklen Wolken.
Denn… sich selber auf neue Art und Weise authentisch wahrzunehmen,
mit all den Wesensanteilen die man in sich trÀgt, kann auch bedeuten,
dass man plötzlich Diskrepanzen spĂŒrt in Bezug auf etwas, was einem eigentlich im tiefen Inneren entspricht,
man jedoch im Alltag, im Beruf oder auch in der Familie nicht umsetzt.
Das Wahrnehmen von Diskrepanzen oder das Erlangen bestimmter neuer Erkenntnisse, kann dann zu neuen Herausforderungen im Leben fĂŒhren.

â˜șïžđŸ€”

Bei vielen hochsensiblen Menschen
wurde ĂŒber einen langen Zeitraum ihres Lebens so manches Potential welches sie in sich tragen
und auch so Manches, was ihrem tiefsten Inneren entspricht,
viel zu wenig und viel zu selten beachtet,
gesehen, unterstĂŒtzt, gefĂŒhlt oder angenommen.
Viel zu hĂ€ufig passten sich dann Viele, unabhĂ€ngig von den eigenen BedĂŒrfnissen, den sie
umgebenden Mitmenschen oder Begebenheiten an.

Sich auf eine gewisse Art und Weise anzupassen, geschah bei vielen oft unbewusst, mit dem Hintergrund…
so „normal“ wie möglich den eigenen Lebensweg zu begehen.
HĂ€ufig verbunden mit dem GefĂŒhl….
wenn alle anderen es so machen, muss es ja richtig sein….
Die Gesellschaft, die Normen, die alten Muster, alte Familiengesetze und vieles mehr verleiteten dazu, irgendwann die eigenen BedĂŒrfnisse zu verdrĂ€ngen, zu verleugnen oder ganz hinten anzustellen.

Einigen sind vielleicht auch ein paar der der folgenden Aussagen nur allzu gut bekannt.
🔾Das geht doch nicht…
🔾Wie stellst du dir das vor…
🔾Zuerst solltest du…
🔾Du brauchst eine…
🔾Du immer mit deinem TrĂ€umereien
🔾Du musst erstmal…
🔾Das Leben ist ernst genug… mit Malen verdient man kein Geld… usw. usw.

Gehört man zu den Menschen, die Aussagen mit solchen Einleitungen hÀufig gehört haben,
fÀllt es einem sicherlich nicht leicht an sich selbst zu glauben,
das eigene Potenzial mit Freude zu entdecken, zu entfalten und zu leben.

Anstatt den eigenen Gaben zu vertrauen und seinen BedĂŒrfnissen nachzuspĂŒren,
um diese in einem möglichen Rahmen umzusetzen,
folgte so manch einer dann doch eher den Aussagen und Inspirationen der Lehrer, der Eltern, der Freunde

in dem guten Glauben,
dass dies, das oder jenes, gut fĂŒr ihn selbst sein könnte.

Möglicherweise wurden dann Anregungen anderer ĂŒbernommen und das eigene GefĂŒhl oder auch die Intuition dabei zurĂŒck-gestellt.
Auf diese Art und Weise wurde dann so manches Studium,
so mancher Beruf, so manche Ehe und vieles mehr begonnen.
Oft vielleicht sogar mit dem GefĂŒhl,
damit glĂŒcklich und am richtigen Platz zu sein. 💚

Bei mir persönlich was es so,
dass ich ĂŒber weite Strecken meines Lebens tatsĂ€chlich glaubte, authentisch zu leben.
Ich hatte mich schon so sehr angepasst, dass ich erst wieder begann mich mit all meinen GABEN und BEDÜRFNISSEN sowie dem POTENZIAL in mir WAHRZUNEHMEN, nachdem ich von meiner HOCHSENSIBILITÄT erfuhr.

WÜNSCHE, POTENZIALE, FREUDE UND ANGST

Doch je mehr ich den Wunsch in mir entdeckte,
meine ureigene Mitte zu finden, mit all dem Potential welches in mir steckt

umso mehr Fragen warfen sich auf, wie ich bestimmte Dinge in meinem Leben auf umsetzbare Art und Weise umstrukturieren
oder verÀndern könnte.
SpĂ€testens an diesem Punkt „VerĂ€nderungen“ verließ mich dann ein wenig mein Mut.
Anstehende VerÀnderungen riefen neben aller Freude und allem Tatendrang so manche Unsicherheit und Angst in mir hervor.

Warf doch meine Reise zu mir selbst,
neue Herausforderungen und Problematiken auf, die ich vorher nicht hatte. đŸ€”
Dies wiederum fĂŒhrte dazu, dass ich die HochsensibilitĂ€t und meine neuen Erkenntnisse dadurch, in solchen Momenten eher als Fluch empfand.
Doch nun weiter im Beispiel…

Bemerkt man also beispielsweise,
dass z.B. der Beruf den man wĂ€hlte, einem nicht wirklich ErfĂŒllung bringt und
entdeckt man sein Potential und eine Sehnsucht danach, etwas zu tun,
was einem im tiefsten Inneren mehr entsprechen könnte,
kann so etwas eine große Verunsicherung auslösen.

Die finanzielle Verpflichtung sein Leben zu bestreiten ist ein wichtiger Aspekt des Lebens.
Wie also soll man, wenn man beispielsweise Mitarbeiter einer Bank ist, plötzlich zum KĂŒnstler mutieren.
Wie soll man, wenn man sich nicht mehr findet in dem was man tut,
eine Änderung einschlagen ohne große finanzielle Einbußen zu haben?

Entscheidet man solche Einschnitte und mögliche VerĂ€nderungen fĂŒr sich ganz allein, ist es schon ein enormer Umbruch,
denn die Gesellschaft, die Freunde und Familie reagieren hÀufig verunsichert bis ablehnend auf solche,
fĂŒr sie nicht nachvollziehbare Gedanken und VerĂ€nderungswĂŒnsche.
Worte wie… Egoist können einem dann schon mal entgegen schlagen.

Hat man zusĂ€tzlich zu der Verantwortung sich selbst gegenĂŒber auch noch eine Verantwortung fĂŒr (s)eine Familie, Arbeitgeber u.Ă€. gegenĂŒber,
kann eine herbeigesehnte VerÀnderung noch extremer in den Konsequenzen erscheinen.

Eine weitere Herausforderung durch das Erkennen seiner Wesensmerkmale und nicht gelebten Potentiale kann sich ergeben,
wenn man bemerkt, dass man seinen Beruf zwar gerne ausĂŒbt,
diesen aber gewÀhlt hat, bevor man die eigenen Wesensmerkmale seiner HochsensibilitÀt zuordnen konnte.

Stellt man z.B. fest schnell ĂŒberflutet zu sein von Ă€ußeren Reizen, (ReizĂŒberflutungsstörung)
kann sich die Frage ergeben…

🔾Was tun, wenn ich doch mit Leib und Seele im Einzelhandel tĂ€tig bin und gerne mit Menschen arbeite,
mich die LautstÀrke, das Licht und die Eigenschaften der Menschen untereinander, letztendlich jedoch krank machen?

oder es entstehen Fragen in einem wie…

🔾Was tun, wenn ich in der Ellenbogengesellschaft aufgrund meiner SensitivitĂ€t, trotz Gefallen am eigentlichen Beruf, unglĂŒcklich bin?
🔾Was ist mit den Potenzialen in mir und mit dem was aus mir werden möchte, wenn ich doch gutes Geld verdiene in dem Job der mir nicht gefĂ€llt?
🔾Was kann die Zukunft mir bringen, wenn ich authentisch leben und meine BedĂŒrfnisse umsetzen möchte… kann ich mich und
gegebenenfalls meine Familie dann noch finanzieren?
oder…
🔾Was passiert mit meiner Beziehung, wenn ich nach und nach feststelle, dass ich meine eigenen BedĂŒrfnisse meist verleugnet habe, um die
Beziehung zu erhalten?
🔾Was passiert wenn ich mich verĂ€ndere?

TEIL 2

VERÄNDERUNGSWÜNSCHE STELLEN EINEN VOR SO MANCHE HERAUSFORDERUNG

VerĂ€nderungen jeder Art können mit Unsicherheit und Ängsten einhergehen, denn nicht jedem gelingt es auf einfache
und leichte Art und Weise,
bestimmte Gewohnheiten und Situationen zu verÀndern und
nicht jeder trÀgt ein gesundes Selbstvertrauen und Vertrauen in Bezug auf neue Herausforderungen in sich.

Ruhe zu bewahren,
in sich hinein zu spĂŒren,
das Positive hinter der Herausforderung zu sehen,
sind eine gute Voraussetzung dafĂŒr, Lösungen und Möglichkeiten zu finden.

Erste Schritte könnten sein, wahrzunehmen und zu schauen…
🔾Welche BedĂŒrfnisse in einem hochkommen
🔾Was einem zu fehlen scheint
🔾Was genau man sich wĂŒnscht
🔾Welche VerĂ€nderungen nötig wĂ€ren, um ein möglichst authentisches Leben fĂŒhren zu können
🔾Welche Konsequenzen sich aus VerĂ€nderungen erschließen könnten
🔾Welche Lösungen möglich wĂ€ren

Ist man sich dann fĂŒr sich selbst im Klaren,
kann der nÀchste Schritt die Kommunikation im persönlichen oder auch beruflichen Umfeld sein.

Miteinander ins GesprÀch zu kommen,
sich auszutauschen ĂŒber GefĂŒhle, neue Erkenntnisse,
gegenseitige Erwartungen, sowie mögliche VerÀnderungen ist wichtig.

Auch können Unsicherheiten minimiert werden, indem man sich bewusst macht,
das VerĂ€nderungen nicht sofort und nicht in großen Schritten stattfinden mĂŒssen.

Auch das VerĂ€nderungen nicht unweigerlich auf eine Trennung in einer Beziehung oder einen beruflichen Neuanfang hinauslaufen mĂŒssen, minimiert mögliche Ängste.

Ein Bewusstsein dafĂŒr, dass nötige VerĂ€nderungen in kleinen Schritten und im ganz eigenen Tempo,
nach und nach vollzogen werden können, erleichtert ebenfalls einiges.

Selbst das bloße Wahrnehmen der eigenen BedĂŒrfnisse,
sowie ein Umsetzen kleinster VerĂ€nderungen, können schon sehr zu einem positiven GefĂŒhl beitragen.

Oft finden sich neue Möglichkeiten und Lösungen alleine dadurch,
dass man bestimmte Dinge anders wahrnimmt,
anspricht und dadurch gut fĂŒr sich sorgt.

Sich durch neue Hobbys u.Ă€. auszuprobieren bietet ein weiteres Portal, ohne große einschneidende VerĂ€nderungen,
bestimmte Dinge neu zu leben und GlĂŒck zu spĂŒren.

TEIL 3

MUTIG SEIN UND GUT FÜR SICH SELBER SORGEN

Wer jedoch durch kleinere VerÀnderungen
NICHT zu dem GefĂŒhl gelangt, authentisch bei sich selbst,
in der eigenen Mitte,
in der richtigen Beziehung oder auch
am richtigen Arbeitsplatz angelangt zu sein,
sollte bedenken dass…

🔾wenn man ĂŒber einen langen Zeitraum sein tiefstes Inneres, seine BedĂŒrfnisse, sein Potential…
verleugnet und das was in einem steckt missachtet,
Unzufriedenheit, Depression, Aggression, Ängste oder auch Krankheit eine mögliche Folge sein können.

Sensible Menschen spĂŒren eine Diskrepanz zwischen dem was ihnen entspricht und dem was sie tun,
hĂ€ufig körperlich sehr viel frĂŒher als ihr eigener Kopf. đŸ€”
So werden viele krank, ohne eine Ursprung dafĂŒr zu erahnen.

Es ist aus diesem Grund sinnvoll bei Beschwerden unterschiedlicher Couleur,
darauf zu schauen,
ob eventuell eine Diskrepanz zwischen dem… was einem entspricht… und dem was man fĂŒr sich im Leben umsetzt, besteht.

Verunsicherungen, Krankheit oder Ablehnung im Außen in Bezug auf VerĂ€nderungen,
fĂŒhren leider bei einigen Menschen dazu,
den Weg hin zur eigenen Mitte
wieder zu verlassen
und auf die neuen GefĂŒhle,
WĂŒnsche und Empfindungen einen Deckel zu legen,
um zur ‚altgewohnten‘ Ruhe zurĂŒckzufinden.

DEN KOPF NICHT IN DEN SAND STECKEN

Doch gerade dann ist es wichtig
NICHT die Augen zu verschließen,
sich nicht wieder in alte Muster zurĂŒck zu begeben,
sondern vertrauensvoll und
voller Selbstliebe auf dem eigenen Weg zu bleiben und nach Lösungen zu suchen.

Das wahre Wesen und das Potential in jedem Einzelnen möchte nun mal gelebt werden.

Zum Abschluss möchte ich gerne noch jedem ans Herz legen…

💕 Den möglichen neuen Herausforderungen mit offenen Augen und offenem Herzen zu begegnen.
💕 Voller Freude das eigene Potential wahrzunehmen
💕 Der eigenen Mitte mit Offenheit und Warmherzigkeit zu begegnen
💕 Darauf zu vertrauen, das Lösungen immer vorhanden sind
💕 Es sich selbst wert zu sein bestimmte VerĂ€nderungen umzusetzen

NACHSATZ FÜR FAMILIE, FREUNDE, KOLLEGEN, VERWANDTE

Ich wĂŒnsche mir sehr…
ein offenes Ohr und etwas VerstÀndnis von denjenigen Menschen,
die in Verbindung stehen, mit jemanden der sich
verÀndern und entwickeln möchte.

Ich wĂŒnsche mir, dass
nicht vorschnell verurteilt wird.
Auch, wenn ihr Euch selbst verunsichert fĂŒhlen solltet,
durch die neuen Herausforderungen und VerÀnderungen,
wÀre es schön,
den anderen mit seinen BedĂŒrfnissen ersteinmal nur wahrzunehmen ohne zu bewerten.
Das versucht wird nachzuvollziehen, dass
der andere sich nicht mehr verbiegen oder verleugnen möchte.
Zu sehen und zu wissen, dass Selbstverleugnung krank machen kann.

Keine alte Gewohnheit,
kein Geld der Welt 💰
sollte ĂŒber einem WohlgefĂŒhl und der Freude stehen,
authentisch zu leben und in seiner Mitte zu sein.

Gemeinsam auf empathische Weise einen Weg zu finden, sollte stets im Vordergrund stehen.
Den ein jeder trÀgt doch irgendwie den Wunsch in sich, authentisch und in seiner eigenen Mitte sein zu können.

Urteilt also nicht vorschnell.

Es ist KEINE MĂŒdigkeit, Faulheit, Schlappheit, Inkonsequenz, oder VerrĂŒcktheit, wenn man sich verĂ€ndern möchte

Es kann ein Schritt in eine glĂŒckliche Richtung
hin zu sich selber sein
. und
GLÜCKLICHE MENSCHEN SIND WUNDERBARE KINDER, ELTERN, EHEPARTNER, KOLLEGEN ODER AUCH FREUNDE 😉

© Loubins Way

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