MASKEN TRAGEN

Über einen langen Zeitraum meines Lebens trug ich eine Maske,
beinahe ohne diese zu spüren.
Viel zu sehr hatte ich mich schon angepasst an eine Welt, die irgendwie nicht meine zu sein schien.

Mit der Maske konnte ich mich bewegen durch diese Welt
🔸 Ohne in ratlose Augen zu blicken
🔸 Ohne hämische Worte zu hören, wenn ich wieder mal nicht so funktionierte wie es erwartet wurde, wenn ich wieder mal irgendwie anstrengend erschien,
oder mir wieder mal etwas zu laut, zu kratzig oder zu hell war
🔸 Ohne mich ständig SELBST dafür zu KRITISIEREN, dass ich auf irgendeine Art und Weise anders fühlte und Dinge anders wahrnahm, als viele der Menschen um mich herum

Die Maske half mir, das Gefühl in mir zu besänftigen,
irgendwie anders bzw. falsch zu sein
und so trug ich sie, beinahe ohne sie zu spüren, um dazuzugehören.

Ich versteckte mich hinter der Maske einer liebenswerten und herzlichen Blume,
die viele Menschen liebten
und GELIEBT werden… 💚❤️💛❤️💚
ja das wollte ich.

Denn weil ich ja dachte,
dass etwas mit mir nicht stimmt, weil ich oft so anders fühlte,
war es mir so unendlich wichtig,
geliebt zu werden und mich dadurch
vom Anderen bestätigt zu fühlen,
in meinem Sein.

Das ich dabei Anteile meiner Selbst verleugnete,
dass es eigentlich gar nicht mein authentisches Sein war, welches bestätigt wurde,
wurde mir über die meisten Jahre meines Lebens, gar nicht gewahr.

FREUDE UND HERAUSFORDERUNG

Nachdem ich für mich eine Erklärung für meine Wesensanteile und mein Verhalten in dem Begriff der Hochsensibilität fand, veränderte sich Vieles.
Allem voran, mein Selbstverständnis,
meine Selbstakzeptanz und
wachsende Selbstliebe.

Durch diese wachsende Selbstliebe und das Verständnis für mich selbst, bin ich in der Lage mich auch meinen Mitmenschen gegenüber sehr viel authentischer zu präsentieren…
Ja… einfach ICH zu sein.

Fast zaghaft begann ich mich als Schmetterling zu sehen und nicht als liebenswerte Blume.
Fast zaghaft gelang es mir, mich selbst schätzen und lieben zu lernen.

MIT DEM NEUEN SELBSTBILD WARFEN SICH JEDOCH AUCH NEUE FRAGEN AUF

🔸 Wie gehe ich mit meinem neuen Selbstbild um
🔸 Wie kann ich die neu oder wieder entdeckten Bedürfnisse in meinem Alltag, in meinem Beruf, in meiner Familie oder in der Partnerschaft integrieren?
🔸 Wo stehe ich zur Zeit?
🔸 Welche Bedürfnisse habe ich genau?
🔸 Wie kann ich meine Hochsensibilität positiv in mein Leben einbinden?

Ein erster Schritt um die neuen, in mir aufgeworfenen Fragen zu beantworten war…
diese für mich selbst zunächst einmal möglichst GANZ GENAU zu FORMULIEREN.

Meine Gabe, alles bis ins kleinste Detail zu hinterfragen,
(die ich vorher fast nie als eine solche empfunden habe, sondern bis dato eher als Fluch) 😉
kam mir dabei zu Gute.

Glücklicherweise habe ich als hochsensibler Mensch auch eine ausgeprägte Intuition…
tief in mir verwurzelt,
ein gutes Bauchgefühl,
welches ich zum Erkennen meiner Bedürfnisse und zur genauen Formulierung,
sowie zur Beantwortung meiner Fragen für mich selber nutzen möchte.

Diese Intuition gepaart mit einem Wunsch nach Authentizität, war dann der Schlüssel dazu,
mich nicht weiter selbst zu belügen und erneut eine Maske aufzusetzen
sondern anstelle dessen, meinen wahren Bedürfnissen auf den Grund zu gehen.

Auch weiß ich heute, dass ich mich nicht im Außen bestätigt und geliebt fühlen kann,
wenn ich mich selber nicht wertschätze und nicht zu mir selber stehe.

Denn im Außen als die Person angenommen zu werden die ich bin
setzt voraus,
dass ich mich selber annehme, verstehe und liebe genauso wie ich bin.

Dieser Selbstwert und die Selbstliebe lassen sich natürlich NICHT herbeizaubern, 🧙
aber ich bin auf einem guten Weg,
mich nicht mehr über das Außen zu definieren,
sondern mir selbst auf den Grund zu gehen,
mich selbst kennenzulernen
und in eine positive authentische Zukunft zu blicken.

Indem ich das tue, befinde ich mich bereits in meiner ganz persönlichen WEITERENTWICKLUNG…

ERKENNTNISSE LASSEN MICH MEINE FLÜGEL SPÜREN

Eine ANERKENNUNG von AUSSEN,
um die ich stets so bemüht war,
um die ich so gekämpft habe,
die mich bewegt hat, über so viele Jahre meines Lebens eine Maske zu tragen…
STELLT sich GANZ VON ALLEINE ein,
wenn ich bei mir ANGEKOMMEN und AUTHENTISCH bin.

Dann bin ich…
Ich…
mit meinem ganz eigenen Rückgrat.

Zuversichtlich breite ich meine Arme aus,
die meine Flügel sind
und fliege los
🦋

Und du… fliegst du auch?

© Loubins Way

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.