AUTHENTISCHE WEGE GEHEN

Ein Beitrag über mögliche unterschiedliche Phasen eines Lebensweges,
der in diesem Fall VOR der Erkenntnis,
ein hochsensibler Mensch zu sein beginnt,
dabei mancher Herausforderung begegnet,
bis hin zur möglichen Grundsteinlegung,
die eigenen GABEN für sich selbst zu erkennen,
wertzuschätzen,
in das Leben zu integrieren,
sowie eigene Persönlichkeitsmerkmale liebevoll und selbstbewusst anzunehmen,
um möglichst authentisch leben zu können:

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Schon lange bevor so Mancher sich als hochsensiblen Menschen erkennt, beginnt und begeht er seinen Weg durchs Leben…
Dabei begegnet er seinen Mitmenschen, an denen er sich misst und zu orientieren versucht.

Ist es einem dabei z.B. als Kind oder später auch als Erwachsenem noch NICHT bewusst,
ein hochsensibler Mensch zu sein…
nimmt jedoch bestimmte eigene Persönlichkeitsmerkmale wie z.B. eine
stark ausgeprägte WAHRNEHMUNG,
sowie die häufig sehr tiefgehenden eigenen
GEFÜHLE und EMPFINDUNGEN für sich wahr,
kann es vorkommen, dass man diese,
vor allem im Vergleich zu anderen,
nicht einordnen kann und sich diese dann,
aus diesem Grund selber auch
NICHT zugesteht bzw. sie sogar verleugnet.

Das häufig stark ausgeprägte und starke emotionale Empfinden,
wird dann zwar von einem selbst schon frühzeitig wahrgenommen,
jedoch durch den Vergleich zu vielen Mitmenschen,
nicht wirklich
WOHLWOLLEND eingeordnet
bzw. nur schwer für sich selbst angenommen oder wertgeschätzt,
da eine so hohe Emotionalität
im Umfeld nur allzu häufig eher als SCHWÄCHE ausgelegt wird.

Ein Verständnis für sich selbst, sowie eine liebevolle Selbstannahme fallen deshalb häufig sehr schwer.
Der eigene VERSTAND wirkt dann dabei,
um möglichen Vergleichen mit anderen entgegenzusteuern,
oft viel stärker auf einen selbst ein,
als die eigenen GEFÜHLE und Persönlichkeitsmerkmale.

In einer solchen Wahrnehmungsphase
nehmen Viele für sich persönlich wahr…
dass sie sehr intensiv und intuitiv fühlen…
dass sie Dinge wahrnehmen die an anderen häufig vorbeigehen…
oder auch,
dass sie möglicherweise einen erhöhten Erschöpfungsgrad im Vergleich zu manchem Mitmenschen haben.

Um sich als „normal“ zu empfinden,
dazuzugehören oder mit anderen mithalten zu können,
IGNORIEREN oder VERDRÄNGEN sie jedoch ihre Wahrnehmungen und gehen anstelle dessen oft
über die eigenen Kräfte hinaus,
nur um im Umfeld nicht aufzufallen.
Persönlichkeitsmerkmale werden dabei häufig unterdrückt, verdrängt oder verleugnet.

Der KOPF bestimmt dann in einer solchen Phase bei den Meisten das Leben,
obwohl die GEFÜHLSEBENE und die INTUITION sehr tief in Ihnen verankert sind und ebenfalls gefühlt, angenommen und gelebt werden möchten.

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In einer weiteren möglichen Phase fühlen sich dann Viele häufig überlastet,
da das mögliches Ringen zwischen dem
INTENSIVEN FÜHLEN UND EMPFINDEN,
sowie dem
STARKEN VERSTAND,
der die Oberhand zu behalten versucht,
ZU DISKREPANZEN FÜHREN KANN.

In dieser Phase der Diskrepanzen, rebelliert häufig der Körper und sendet Anzeichen von Krankheiten aus.
Um dann zu funktionieren, gehen Viele über ihre Kräfte hinaus,
ohne die DISKREPANZEN zwischen der GEFÜHLSEBENE und dem VERSTAND zu erkennen oder zu hinterfragen.

Sie stellen dann immer HÖHERE ANFORDERUNG an sich selber, und geraten so in einen Teufelskreis, den sie für sich selbst oft gar nicht einordnen können.

Durch eine permanente hohe Anspannung und Verleugnung ist die GEFAHR dann oft groß,
dem Leben unbewusst nur noch WENIG Positives abzugewinnen.
Die Diskrepanz zwischen dem, was einen wahrhaft im Inneren ausmacht und dem,
wie sich Viele mit ihrem Leben arrangieren,
sowie sich dabei häufig unbewusst verbiegen, wird immer größer.

In einer solchen Phase, erkrankt bei einigen auch die Psyche.
Ratlos stehen sie dann da und erkennen nicht den Grund für ihr Unwohlsein.

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Erfährt man dann, ab einem bestimmten Zeitpunkt auf irgendeinem Wege etwas über mögliche Persönlichkeitsmerkmale der Hochsensibilität,
bzw. stellt für sich fest, dass man ein hochsensibler Mensch ist…
gelangt man häufig in eine…
PHASE DES ERWACHENS.

Es ist dann oft wie ein Aha-Erlebnis.
Endlich versteht man sich selbst und seine eigenen Verhaltensweisen.
Man registriert, dass man seinen Gefühlen oder seiner Intuition viel zu wenig Raum gelassen hat.

Viele werden sich auch bewusst, dass sie sich so gut es geht angepasst haben an das Leben, welches um sie herum stattfindet.
Es wird Ihnen dann bewusst, dabei häufig die eigenen Bedürfnisse zurückgestellt,
ja manchmal sogar völlig verleugnet zu haben.

Nach dem Gefühl zu Erwachen erfolgt dann häufig ersteinmal eine…
FORM DER ERLÖSUNG

Zu verstehen, dass man NICHT falsch ist…
nicht anders und nicht schlechter ist, als die Mitmenschen…
dass man nicht von einem anderen Stern kommt…
das Krankheiten an Körper und Psyche eine Begründung bekommen…
kann wie eine Erlösung sein.

In dieser Phase entsteht häufig ein großes GLÜCKSGEFÜHL sowie ein gesunder Egoismus,
sich selbst wahrzunehmen und die Dinge, die einem im tiefsten Inneren wichtig erscheinen, leben zu wollen.

HAPPY END !?!

Viele der hochsensible Menschen, kommen nach dem Durchlaufen unterschiedlicher Phasen, endlich bei sich selber an.

Sie fühlen sich,
spüren sich und lernen sich selbst zu lieben und anzuerkennen.

Das ist etwas ganz WUNDERBARES und SCHÖNES.
Eigentlich ein… Happy End.
In Hollywood wäre der Film jetzt zu Ende…

DENNOCH GERATEN EINIGE NACH DIESER HAPPY END PHASE AN NEUE UND WEITERE HERAUSFORDERUNGEN

Viele stellen dann womöglich fest,
dass wenn sie ihre wahren Gefühle berücksichtigen…
sie sich eventuell in einer…
nicht erfüllenden Beziehung…
am falschen Arbeitsplatz…
im nicht passenden Freundeskreis usw. usw. befinden.

Ihre Herausforderung ist dann, das Leben um sich herum so zu gestalten, dass ein AUTHENTISCHES Leben möglich ist, welches möglichst auch Freude mit sich bringt.

DAS ENTDECKEN DES EIGENEN POTENTIALS

In vielen hochsensiblen Menschen steckt eine ungeheure Kreativität
und durch das enorme Einfühlungsvermögen und eine sehr gute Intuition,
lassen sich neue Wege finden und beschreiten.

Zuvor gilt es aber erst einmal, das VERTRAUEN in die eigenen Begabungen, sowie in den häufig auch angeknacksten SELBSTWERT zu stärken und wachsen zu lassen.
Für diesen Weg hin zum Vertrauen in sich selbst, wird häufig erstmal
ein längerer Zeitraum benötigt.
Auch stellen sich natürlich neue Herausforderungen dar,
denn nicht jeder Job wird im Schlaf gewechselt
und nicht jede Beziehung verträgt einen Wunsch nach Veränderung.

Sich diese Zeit zu nehmen,
ganz in Ruhe, mit viel Zuversicht und in kleinen Schritten nach empathischen Möglichkeiten der Veränderung zu schauen
und sich selbst den Raum zu geben,
zunächst einmal ganz bei sich anzukommen,
seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen
und sich vielleicht auch erst einmal von eventuellen Krankheiten, die man in den verschiedenen Phasen mit sich getragen hat, zu erholen…
kann ein erster Meilenstein sein.

Der erste MEILENSTEIN, kann dann wiederum der GRUNDSTEIN dafür werden,
die eigenen GABEN für sich zu nutzen und umzusetzen,
sowie seinen Weg weiterzugehen,
als ein authentischer, zufriedener, hochsensibler Mensch.

© Loubins Way

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