VOM ACHTSAMEN UMGANG MIT DEN SINNEN
(oder… wooo ist der Knopf zum Abschalten)

Als hochsensibler Mensch
bin ich ständig auf Empfang.
Ich erspüre jede
kleine Botschaft,
jede Schwingung, jede Stimmung,
jedes unausgesprochene Wort.

DAS KANN MITUNTER GANZ SCHÖN ANSTRENGEND SEIN

Die permanente, sensitive Aufnahme mit allen Sinnen, gehört zu meinem Wesensmerkmal und lässt sich nicht so einfach abstellen.
An manchen Tagen
fühle ich mich einfach überreizt und überladen von den vielen Reizen, die ich aufgenommen habe und wünschte mir
einen Knopf,
der die Aufnahme weiterer Reize etwas minimiert oder abschirmt
und der mich dahingehend unterstützt,
dass ich nicht alle Reize mit maximaler Intensität aufnehme.

Rechtzeitig wahrzunehmen,
wann meine Aufnahmekapazität erreicht ist, um mich für den Moment zu schützen oder zu erholen, sowie dann im Anschluss an eine Erholungsphase motiviert und kraftvoll weitergehen zu können, ist dabei ebenfalls wichtig für mich.

Was kann ich tun?

EINE GUTE UND DIFFERENZIERTE SELBSTWAHRNEHMUNG
ist ein erster Schritt zur Unterstützung, um Entlastung zu spüren.

Dazu gehört zunächst einmal,
sich immer wieder einmal bewusst zu machen, dass viele hochsensible Menschen eine extrem ausgeprägte, vielschichtige und
umfassende Wahrnehmungsfähigkeit haben, die sie durch ihren Alltag begleitet.
Eine Wahrnehmungsfähigkeit,
die weit über die normal-sensibler-Menschen hinausgeht.
Sich mit ihnen zu vergleichen und sich selbst dabei vielleicht sogar zu kritisieren, ist wenig hilfreich.
Achtsam zu sein im Umgang mit sich selbst,

um die eigenen Grenzen zu spüren, hingegen schon.

BEI HOCHSENSIBLEN MENSCHEN SIND DIE WAHRNEHMUNGSFILTER
durchlässiger als bei normal-sensiblen-Menschen,
so dass sie stets mehr Informationen aufnehmen und dadurch sehr viel schneller in eine Reizsättigung oder in eine Überreizung gelangen als viele Mitmenschen.

Durch eine gute und differenzierte Selbstwahrnehmung jedoch,
kann es gelingen,
rechtzeitig wahrzunehmen wann einem etwas zu viel wird,
sich belastend anfühlt oder unangenehm ist.

Nimmt man eine Überlastung bzw. Überreizung wahr,
kann es hilfreich sein,
sich für einen Moment aktiv aus dem Alltagsgeschehen zurückzuziehen oder aber, wenn dies nicht möglich ist,
sich selbst durch
VISUALISIERUNGEN zu unterstützen.

[Die Gabe vieler hochsensibler Menschen, in Bezug auf ihre ausgeprägte Vorstellungskraft, kann dabei hilfreich sein.] 😊

Nehmen wir einmal eine Schnecke als Beispiel:
Eine Schnecke zieht sich, wenn ihr etwas zuviel wird oder ihr Gefahr droht,
in ihren geschützten Raum zurück.
Achtsam nimmt sie wahr, was im Außen geschieht und nutzt bei Bedarf, die Möglichkeit des Rückzugs für sich.

VISUALISIERT man für sich
einen solchen geschützten Raum, ähnlich dem eines Schneckenhauses, den man zu jeder Zeit bei sich trägt,
kann man diesen Rückzugsort
vor allem dann nutzen,
wenn sich in der entsprechende realen Situation die Möglichkeit,
sich von überfordernden Reizen ein Stück weit abzuschirmen, nicht bietet.

EIN KURZER MOMENT DER BESINNUNG, EINE KURZE GEFÜHLTE AUSZEIT, WIRKEN SICH AUF DAS GEHIRN SCHON BESÄNFTIGEND AUS

So kann es also gegebenenfalls gelingen,
über eine achtsame, differenzierte und gute Selbstwahrnehmung,
sowie über die Möglichkeit einer
unterstützenden Visualisierung,
den Knopf zum Abschalten zu aktivieren.

Probier es doch einfach mal aus…

© Loubins Way

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