WUT
ist „NICHT“ böse…
WUT
ist ein Gefühl, wie viele andere
(Emotionen verstehen und alte Glaubenssätze loslassen)

Jeder Mensch, der das Licht der Welt erblickt ist mit dem,
was er ist und was ihn ausmacht, ein wahres Wunder.
Das Wunderwerk Mensch zeigt sich von der kleinsten Zelle, bis hin zum Verstand und darüber hinaus…

Zu dem „Gesamtwerk“ Mensch, gehören auch seine Gefühle und Emotionen.
Doch gerade diese, werden in unserer Gesellschaft häufig unterschieden und bewertet.

Fröhliche und glückliche Emotionen werden dabei gerne gesehen und angenommen,
denn es tut gut, selbst zu lachen oder jemanden lachen zu hören
und es ist kraftvoll, wenn man beispielsweise Liebe erfährt.

Viele wachsen in einem Umfeld auf, indem es hoch angerechnet wird, wenn man möglichst unkompliziert, freundlich und liebenswert ist.
Emotionen hingegen, die häufig als „negative“ Emotionen deklariert werden,
wie beispielsweise Traurigkeit, Deprimiertheit oder Wut,
sind oft unwillkommene Gäste und tendenziell sozial eher unerwünscht.
Sie werden als Negativ wahrgenommen und häufig vehement abgelehnt.
(Vom Umfeld, aber auch von demjenigen selbst, der die Emotionen in sich trägt)

Glaubenssätze wie:
„WUT ist etwas Böses“
oder
„du bist kein guter Mensch, wenn du wütend bist“
sowie
„WUT ist etwas Schlechtes und muss vermieden werden“
sind in vielen Menschen fest verankert.

Die Unterscheidung in positive und negative Emotionen, sowie eine einseitige Bewertung, verleitet viele Menschen,
im besonderen hochsensible Menschen, die ohnehin oft das Gefühl haben anders zu sein dazu,
negative Gefühle zu verleugnen und zu verdrängen.
☀️
Doch „alle“
Gefühle und Emotionen gehören zu uns, möchten gesehen und wahrgenommen werden und haben ihre jeweilige Bedeutung.

Emotionen sind allesamt etwas Positives, sie sagen etwas über unsere eigenen Bedürfnisse aus, die wahrzunehmen sehr wichtig sind, für ein harmonisches, authentisches Leben.

Anhand der Emotionen lassen sich die eigenen Bedürfnisse erkennen.
Zeigen sich beispielsweise Emotionen wie Wut, kann dies ein Hinweis darauf sein,
dass bestimmte Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum nicht beachtet oder erfüllt worden sind.
Ein solcher Hinweis ist etwas sehr Positives, der es ermöglichen kann, dass ein Mensch in eine gesunde Ausgeglichenheit gelangen kann.

Anstatt jedoch die Signale der Emotionen wahrzunehmen und anzuerkennen und
sich gegebenenfalls auf die Suche nach der Ursache zu begeben
oder zu schauen, welche Bedürfnisse eventuell nicht erfüllt worden sind,
werten sich viele Menschen in Bezug auf ihre Emotionen eher selber ab, kritisieren sich oder haben ein Schuldbewusstsein.

Vielen wurden „negative“ Gefühle, wie beispielsweise die Wut, als Kind regelrecht abtrainiert,
abgesprochen oder auch als etwas sehr Negatives dargestellt.
Verharrt man auch als Erwachsener immer noch in der Bewertung, dass die Wut etwas Negatives ist,
werden Emotionen häufig gedeckelt.

Werden Empfindungen jedoch ständig gedeckelt,
kann das dazu führen, dass man beginnt, sich selbst zu kontrollieren und bestimmte Anteile in sich zu verleugnen.
(Häufig geschieht eine solche Kontrolle unbewusst.)

Ausgegrenzte, beziehungsweise beiseite gedrängte Gefühle wiederum, können dazu führen, dass man die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht mehr in der ganzen Klarheit wahrnimmt
und kaum noch sieht, was man in sich trägt und braucht.

Es ist wichtig, sich immer wieder ins Bewusstsein zurückzurufen, welchen Wert „alle“ Emotionen haben und dass beispielsweise auch die Wut dazu gehören darf.
Es ist hilfreich und wichtig, sich selber zu erlauben, alle Gefühle anzunehmen und deuten zu lernen,
damit es möglichst gar nicht erst soweit kommt,
dass aufgestaute oder verdrängte Emotionen sich ansammeln wie in einem Fass,
welches dann irgendwann überzulaufen droht.

Ist das Fass erst einmal voll, bedarf es oft nur einer klitzekleinen Kleinigkeit,
die dazu führen kann, dass dieses dann letztendlich überläuft.
(was sich u.a.durch einen heftigen Wutausbruch äußern kann.)
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Gerade bei hochsensiblen Menschen, die sich häufig um des lieben Friedens willen eher selbst zurücknehmen und dabei vergessen, ihre Gefühle anzunehmen und anzuschauen,
kann ein solcher (Wut)Ausbruch entstehen und darüber hinaus schnell zu Irritationen führen,
da sie in der Regel eher sehr mitfühlend, liebevoll und empathisch sind.

Ein eventueller Wutausbruch oder andere negative Gefühle werden dann oft von ihnen selbst, sowie auch von anderen, als unverständlich, überzogen und kaum nachvollziehbar angesehen.

In Betracht gezogen werden sollte dabei jedoch, dass das Nervensystem hochsensibler Menschen, unter anderem durch die permanente erhöhte Reizaufnahme und die stetige tiefe Verarbeitung von Reizen,
ohnehin häufig schon überlastet und gestresst ist und es viel schneller als bei normalsensiblen Menschen dazu kommen kann, dass eine vermeintliche Kleinigkeit einen worst case auslösen und sie von einem Moment auf den anderen, aus einem entspannten Moment in einem Wutausbruch geraten können.

Gerade für hochsensible Menschen ist es deshalb besonders wichtig, wahrzunehmen und anzuerkennen, dass alle Gefühle ihre Berechtigung haben und wertgeschätzt und gelebt werden sollten.

© Loubins Way