Hochsensible Kinder (Menschen)
leisten oft gedankliche Schwerstarbeit

Viele hochsensible Kinder haben die Tendenz, alles was Sie aufnehmen, miteinander in Beziehung zu setzen und zu verknüpfen,
sie können erstaunliche Zusammenhänge erstellen.

Neues verbinden sie dabei mit schon bekanntem Wissen und gleichen beides mit ihren Erfahrungen ab.
Sie überprüfen alles Aufgenommene in Bezug auf die Bedeutsamkeit, den Wahrheitsgehalt und mögliche Auswirkungen hin.

In der Regel werden dabei alle Eventualitäten,
mögliche Gefahren oder auch Hindernisse durchdacht.
Ein solches vernetztes Denken ist gedankliche Schwerstarbeit.

Oft sitzen sie beim Nachdenken sogar über einen längeren Zeitraum regungslos da oder starren vor sich hin.
Es kann vorkommen, dass sie ungehalten, aggressiv oder wütend reagieren,
wenn sie durch bestimmte Umstände…
eigene Gedanken nicht mitteilen können,
sich mit ihren Gedankengängen ausgeschlossen
oder nicht ernstgenommen fühlen.

Die Kinder benötigen viel Zeit,
um beispielsweise ihre kleinen und großen Probleme von allen Seiten zu beleuchten und mit ihnen umzugehen.

Viele tragen das Bedürfnis in sich,
immer einen guten Überblick zu behalten,
sich fester Strukturen und Abläufe sicher zu sein
und auf Regelmäßigkeiten vertrauen zu können.

In Bezug auf das vernetzte Denken, können die Kinder schnell in große emotionale Aufruhr geraten, wenn es z.B. unerwartete Veränderung im Tagesablauf gibt, etwas Unvorhersehbares geschieht oder auch besondere Ereignisse wie z.B. Ausflüge und unangekündigte Aktionen anstehen.

Es fehlt ihnen in solchen Momenten die Möglichkeit, die entsprechende Situation schon im Vorfeld sorgfältig von allen Seiten betrachten und durchdenken zu können, sowie diese auf möglicherweise auftretende Unsicherheiten abklopfen, bzw. sich darauf einstellen zu können.
Besondere Ereignisse, wie beispielsweise Ausflüge, werfen bei ihnen oft eine Gedankenlawine, verbunden mit vielen Fragen und Unsicherheiten auf.

Unterstützung

Um die Kinder in ihrem Bedürfnis, einen guten Überblick zu behalten, zu unterstützen,
ist es wichtig, sie soweit es möglich ist,
rechtzeitig und angemessen auf Veränderungen, beispielsweise im Tagesablauf oder bei besonderen Ereignissen vorzubereiten.
Die entsprechenden Situationen sollten möglichst in allen Einzelheiten besprochen werden.

Geben sie den Kindern die Möglichkeit,
all ihre gedanklichen Ergebnisse und Überlegungen mitteilen zu können,
auch wenn ihre Art zu denken komplexer und zeitintensiver ist, als ihre eigene oder die vieler anderer Kinder.

Wichtig ist auch, den großen Zeitbedarf auf gar keinen Fall
als PROVOKATION,
als HEISCHEN NACH AUFMERKSAMKEIT
oder als TAGTRÄUMEREI zu interpretieren,
sondern sich immer wieder bewusst zu machen, dass die komplexen Gedankengänge der Kinder einfach ihre Zeit benötigen.

❤️

Fühlt das Kind sich mit seiner Art zu denken ehrlich angenommen und wertgeschätzt,
kann es das positive Potential des vernetzten Denkens, im positiven Sinne für sich annehmen und entwickeln.

© Loubins Way