GEDANKEN

AUF EINER BANK, IN DER NATUR, GANZ ALLEIN…

Was denke ich, Was denke ich über mich,

denke ich über mein Leben,
über meine Hochsensibilität.

Seit ca. 4 Jahren weiß ich jetzt von meiner Hochsensibilität und es geht mir mittlerweile insgesamt sehr gut damit…
Sehr gut, weil ich nun einen Namen für meine jahrelangen Befindlichkeiten, für meine Wesenszüge und Verhaltensweisen habe und mich besser einschätzen und verstehen kann.
Das war wirklich erstmal eine ganz ganz wichtige Sache…

Ja und mittlerweile würde ich sagen, ich bin glücklich hochsensibel zu sein,
weil ich zusammengefasst unterm Strich nicht tauschen möchte.
Ich möchte mit allen meinen Sinnen wahrnehmen,
ich möchte meine Gefühle fühlen,
ich möchte meine Gedanken denken.
Dennoch ist es nicht immer einfach,
sondern oft auch anstrengend, für mich als hochsensibler Mensch.
Ich empfinde es zumindestens so.

Ich bin gerne viel alleine…
Menschen, Gespräche, Farben, Reize, Eindrücke uvm. beeinflussen mich stark
und ich sehne mich dann, wenn ich mich dem ausgesetzt habe,
nach Rückzugsmöglichkeiten, selbst wenn es etwas Positives war.

Ich bin gefordert als hochsensibler Mensch, DICHT bei MIR zu STEHEN,
MICH ANZUNEHMEN,
mich ZU LIEBEN
und mich dann, auch anderen gegenüber zu Äußern, in Bezug darauf,
wer ich bin… wie ich gestrickt bin…
was ich kann… was ich nicht kann…
und mich nicht, wie früher, ständig anzupassen versuche.
Diese verzweifelten Versuche,
so zu sein wie andere…
an denen, bin ich ständig gescheitert.

Ich bin auch meinem Körper dankbar, dass er mir durch extremen Schmerz und sehr desolaten Gesundheitszustand, aufgezeigt hat, dass ich nicht bei mir war, dass ich nicht meinem Weg ging.

Danke Körper, danke Seele, das ihr euch Gehör verschafft habt.
Jetzt hier draussen auf der Bank, spüre ich ganz tief in mir Glück.
Ganz tief in mir, bin ich nach diesen 4 Jahren wirklich endlich angekommen,
ich kann mich jetzt tatsächlich annehmen und lieben genau so wie ich bin.
Da gibt es nichts drann zu rütteln, dafür bin ich sehr dankbar.

Nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem es gilt dieses, mein neu entdecktes Wesen
bzw. mein Wesen, welches ich leben möchte,
zu integrieren auf dieser Welt.
Ich tendiere häufig zu Rückzug, ich tendiere dazu, viel Zeit mit mir selbst zu verbringen und dennoch bin ich Mensch und Lebewesen dieser Welt und das bedeutet eben auch, dass ich auf irgend eine Art und Weise auch am Leben teilnehmen möchte.
Mit dem Unterschied zu früher, dass ich nicht teilnehmen möchte,
indem ich mich an anderen messe, bewerte und entsprechend verleugne.
Sondern das ich teilnehmen möchte, mit all meinen Sinnen, so das es mir gut tut und gut geht.
Naturlich kann ich auch mal, über meine Kräfte hinaus an etwas teilnehmen, teilhaben an bestimmten Dingen,
um mit anderen gemeinsam etwas zu erleben.
Ich muss nicht ausschließlich aufpassen auf eine mögliche Reizüberflutung,
doch dann ist es für mich wichtig zu wissen, dass ich danach bestimmte Auszeiten benötige bzw. Rückzug benötige.

Unterm Strich bleibt…
ich bin gerne hochsensibel, ich habe eine lange Zeit hinter mir, die sehr schmerzerfüllt und erfüllt von ständiger Sehnsucht und Suche war.
Jetzt bin ich angekommen bei mir.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich das, was ich als Schatz in mir entdeckt und angenommen habe,
integrieren kann auf dieser Welt, so das ich den Rest meines Lebens authentisch leben kann.
Niemals mehr meine Selbstachtung,
meinen Selbstwert,
meine Selbstliebe
verliere.
Das ich mich auszudrücken und mitzuteilen lerne, mit all dem was ich kann oder auch nicht kann.
Zu mir, möchte ich stehen in der Gesellschaft und auf meine Art und Weise teilnehmen.

© Loubins Way​​
Hochsensibilität – Fluch oder Chance?​​


* ANGEPASST *
Die meisten Menschen mit Hochsensibilität wuchsen auf ohne von ihrer Hochsensibilität zu wissen, geschweige denn Hilfe zu bekommen, wie sie damit leben sollten.
Häufig benahmen sie sich schon als Kinder so gut… passten sich so sehr an andere an, dass ihr „anders fühlen“ oft überhaupt nicht von denen sie umgebenden Menschen bemerkt wurde.
Nicht einmal sie selber bemerkten ihre wahren Bedürfnisse, so dass sie sich oft selbst ein Leben lang unbewusst verleugneten.
Dieses anpassen und verleugnen der eigenen Bedürfnisse endet häufig mit Symptomen einer Depression, Angststörung, Schmerzen , Burnout uvm.
Ein erster Weg zur Besserung beginnt mit einem neuen Verständnis für sich selbst.

* Ich nehme mich an und achte gut auf meine wahren Bedürfnisse *